Glossar

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Alphabetisches Glossar

ABC

Abtastsicherheit

bezeichnet den Grad der Erschwerung, die Schließcodierung der Zuhaltungen eines Schließzylinders mit geeigneten Hilfsmitteln gewalt- und spurenlos aus dem Schließzylinder zu ermitteln, um nach den festgestellten Werten (Maßen) einen Nachschlüssel anzufertigen.

 

Anbohrschutz

Siehe Bohrschutz (auch: Aufbohrschutz)

Antipanikfunktion

Funktion, z.B. eines Einsteckschlosses, die bewirkt, dass sich die Falle zusammen mit dem Vorgeschlossenen  Riegel bei abgezogenem Schlüssel durch Betätigung des Türgriffs (Griff, auf der Innenseite der Tür) zurückziehen lässt.


 

Aufsperrsicherheit

Grad der Erschwerung, die Sperrorgane eines Schließzylinders mit geeigneten Hilfsmitteln und ohne Kenntnis des zugehörigen Schlüssels gewaltlos in ihre Öffnungslage zu bringen.

Badtürschloss

ein Schloss in Badtüren (BAD), eintouriges Schloss, dessen Riegel durch Drehen eines Vierkantstiftes betätig wird.

Bandseite

Die Bandseite ist die Seite bei Fenstern und Türen, an der die Scharniere angebracht sind. Sie halten Fenster und Türen im Rahmen. Dementsprechend ist die Bandseite die gegenüberliegende Seite der Schloss- bzw. Griffseite.

 

Beschlag

Zubehörteile zum beweglichen Einbau von Fenstern (siehe auch Fensterbeschläge) und Türen (siehe auch Türbeschläge).

Bohrschutz (auch: Aufbohrschutz)

Allgemein:

mechanischer Schutz eines Schlosses oder des Außenschildes eines Türbeschlages und dessen Verbindungselementen
Maßnahmen, um Schloss, Außenschild und Verbindungselemente bohrerabweisend wirksam zu schützen, durch Verwendung von gehärteten Materialien als Bohrschutz

Für Schließzylinder:

erschwerende Maßnahme gegen Aufbohrversuche, z.B. durch Verwendung von Stiftzuhaltungen aus Stahl, Stiftzuhaltungen mit gehärteten Stahleinlagen, gehärtete Stahlkugeln in den Stiftzuhaltungsfedern, Hartmetallstiften im Schließzylindergehäuse und im Schließzylinderkern, Schließzylindergehäuse und Schließzylinderkerne aus Stahl.

DEF

Dornmaß

Ein Normmaß (Einbaumaß) von Zuhaltungsschlössern (Einsteck-, Kasten- und Möbelschlösser). Das Dornmaß ist die Entfernung zwischen der Vorderkante des Schlosses (Stulpkante) und der Mitte des Schlüsselkanals bzw. des Profilzylinder-Durchbruchs oder der Drückernuss. Das Dornmaß beträgt normalerweise für Innentüren 55 mm und für Außentüren 65 mm, bei Einsteckschlössern für Türen mit Stahl- oder Aluminiumrohrrahmenprofil beträgt das Dornmaß 25 bis 50 mm. Schlösser der Klasse 1, 2 und 3 haben ein Dornmaß von 55 mm, Schlösser der Klasse 4 (Schloss für erhöhte Einbruchhemmung und hohe Benutzerfrequenz) 55, 60, 65, 70, 80 oder 100 mm.


 

Drehkipp-Sicherheitsbeschlag

Der Beschlag ist geeignet für Einbruchhemmende Fenster und Fenstertüren nach DIN V 18 054 für die Klassen EF 0 bis EF 2. Er hat an jeder Ecke eine Stahlschieber-Sicherheitsschließstelle und rundum zusätzliche Stahlbolzen-Sicherheitsschließstellen. Der Getriebeschlosskasten hat Anbohrschutz und eine Mehrfachverschraubung. Der Griff ist abschließbar.


 

Einbruchsicherheit

Einbruchsicherheit ist der Grad der Erschwerung, einen Schließzylinder gewaltsam zu überwinden, mit dem Ziel, einen Schließvorgang durchzuführen.
Die mehr oder auch weniger praktizierten Methoden sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung nach: Abbrechen/Abdrehen, Ziehen, Bohren und Durchschlagen.

Das Abbrechen bzw. -drehen bei unsachgemäß montierten Zylindern ist für den Gelegenheitstäter die gängigste Methode. "Unsachgemäß" bedeutet, dass der Oberstand des Schließzylinders über den Schutzbeschlag mehr als 3 mm beträgt oder dass ein Schutzbeschlag, der diese Bezeichnung verdient, gar nicht montiert ist. Profilzylinder, die von außen mit entsprechendem Werkzeug "gegriffen" werden können, brechen im Bereich des Stulpschraubengewindes ab. Die äußere Zylinderhälfte wird entfernt und mit geeigneten Sperrhaken wird der Schließvorgang durchgeführt.
 
 
Das Herausziehen der Zylinderkerne wird verhindert durch:

Blockierung der Kerne mit "Bremsbacken", die in Ruhestellung des Zylinderkernes oder erst beim Ziehen in Gehäusenuten einrasten.
harte Einlagen (Stifte) im Zylinderkern, die das Gewinde der Ziehschraube beschädigen und somit verhindern, dass die zum Ziehen notwendige Zugkraft aufgebracht werden kann. Hierzu sind grundsätzlich hochwertige Bohrschutzmaßnahmen oder speziell hierfür positionierte Stifte geeignet.
Maßnahmen gegen Abbrechen und Ziehen am Profilzylinder allein sind grundsätzlich nicht ausreichend.
Dazu gehört ein Schutzbeschlag, der mindestens die Anforderungen der DIN 18 257 oder die der VdS Richtlinie 2113 erfüllt.

Bohrangriffe werden durch harte Zuhaltungselemente und zusätzliche harte Einlagen in sicherheitsrelevanten Bereichen erschwert. Qualitätsunterschiede bestehen in der Positionierung der Einlagen und in deren Material. Gehärtete Stähle sind nur begrenzt geeignet, Hartmetallbohrern (Widia, Leucodur) zu widerstehen. Hier sind Stifte aus diesem Hartmetall selbst die wirksamste Abwehrmaßnahme.
Hartmetalle sind gesinterte Wolframkarbide und gehärteten Stählen hinsichtlich Widerstandsfähigkeit weit überlegen.

 

Einfallenschloss

Einsteckschloss für Feuerabschlüsse; Abk.: E (in Verbindung mit DIN 18 250).


 

Einsteckschloss

Schloss mit Falle und Riegel nach DIN 18 251 zum Einbau in Stumpftüren, Falztüren oder Rohrrahmentüren. Einsteckschlösser können ein Buntbart-, Zuhaltungs-(Chubb-) oder Profilzylinderschließwerk haben oder Einsteckschlösser mit Badriegel sein. Die Teile eines Einsteckschlosses sind: Falle, Fallenfeder, Stulp, Riegel, Wechsel, Drückernuss, Schlossboden, Schlossdecke, Schlosskasten, Zuhaltungsfeder und (Chubb-)Zuhaltungen. Bezeichnungsbeispiele für Einsteckschlösser:

Schloss DIN 18 251 – BB 55 R – 1: (Einsteckschloss als Buntbartschloss (BB), Dornmaß 55 mm, als Rechtsschloss (R), als leichtes Innentürschloss, Klasse 1);
Schloss DIN 18 251 – PZ 65 W L – 2: (Einsteckschloss als Zylinderschloss für Profilzylinder (PL), Dornmaß 65 mm (65), mit Wechseln (W), als Linksschloss (L), als mittelschweres Innentürschloss, Klasse 2);
Schloss DIN 18 251 – PZ 65 W R – 3: (Einsteckschloss als Zylinderschloss für Profilzylinder (PZ), Dornmaß 65 mm (65), mit Wechseln (W), als Rechtsschloss(R), für Wohnungsabschlusstür, Klasse 3).

 

Einzelschlüssel

Schlüssel einer Schließanlage, der den ihm zugeordneten Schließzylinder schließt, ggf. auch den Zentralzylinder einer oder mehrerer Gemeinschaftstüren (siehe auch Zentralschließanlage), z.B. die Haustür und den Keller eines Mehrfamilienhauses.


 

Einzelsperrschließung

Individuelle Schließung eines Schließzylinders, die nicht in eine Schließanlage einbezogen ist. Zu einer Einzelsperrschließung wird meist vom Hersteller ein Legitimationsausweis (Sicherungskarte) ausgestellt.

Bitte beachten Sie, dass bei einem Verlust der Sicherungskarte aus Sicherheitsgründen keine Ersatzkarte ausgestellt werden kann! Verwahren Sie deshalb dieses Dokument sorgfältig auf.


 

GHI

Gefahrschlüssel

Schlüssel, mit dem im Not- oder Gefahrfall der zugehörige Schließzylinder trotz einseitig verdreht steckendem Schlüssel von der anderen Seite geschlossen, d.h. geöffnet werden kann;
siehe auch Not- und Gefahrfunktion (eines Schließzylinders).


 

General-Hauptschlüssel (GHS)

Schlüssel einer Schließanlage, der i.d.R. alle Schließzylinder der Schließanlage schließt und übergeordneter Schlüssel mehrerer Obergruppenschlüssel (Hauptgruppenschlüssel) bzw. Gruppenschlüssel ist.

Gleichschließung

Ausstattung mehrerer Schließzylinder mit einer identischen Schließung, z.B. für alle Schlösser (Schließzylinder) eines Einfamilienhauses oder auch für Schließzylinder innerhalb von Schließanlagen, z.B. für Räume, die von demselben Personenkreis betreten werden.

Halbzylinder (auch: Profil-Halbzylinder)

Schließzylinder mit (nur) einer Schließseite; siehe auch Profilzylinder; siehe auch Schließzylinder.

Hauptgruppenschlüssel (HGS)

Schlüssel, dem mehrere Gruppenschlüssel untergeordnet sind; siehe auch Obergruppenschlüssel.

Hauptschlüssel (HS)

Schlüssel einer Schließanlage, der meist alle Schließzylinder einer Schließanlage schließt. Arten: Hauptschlüssel, General-Hauptschlüssel, Gruppenschlüssel.

Hauptschlüsselanlage

Schließanlage, bei der jeder Schließzylinder über eine eigene Schließung verfügt. Es können jedoch auch mehrere Schließanlagen eine identische Schließung (Gleichschließung) haben. Die Einzelschlüssel dieser Schließungen schließen nur die zugehörigen Schließzylinder. Der Hauptschlüssel schließt meist alle Schließzylinder der Schließanlage.

JKL

Kastenschloss

Auf die Innenseite einer Tür, z.B. Haustür oder Wohnungstür, aufgesetztes Schloss, z.B. Zylinder-Kastenschloss als zusätzliche Türsicherung; Arten: Kasten-Fallenschloss, Kasten-Riegelschloss, Kasten-Fallen-Riegelschloss mit Fallenzieher und Kastenschloss mit Sperrbügel (mit zusätzlicher Türspaltsperre); Verwendung: für Einwärtstüren (nach innen öffnende Türen). Kastenschlösser haben ein festes oder variables Dornmaß und sind meist für rechte und linke Falztüren und Stumpftüren verwendbar.

Kernziehen (auch: Zylinderziehen; so genannte Korkenziehermethode)

Einbruchtechnik bei Schließzylindern, bei der mit Hilfe eines Spezialwerkzeugs der drehbare Teil (Schließzylinderkern) eines Schließzylinders oder auch die komplette äußere Hälfte eines Schließzylinders gewaltsam herausgezogen wird, um das Schloss anschließend mit einem Sperrhaken o.ä. zu öffnen; siehe auch Zylinderabdeckung; siehe auch Ziehschutz.


 

Kombinationsschloss

Schloss, das ohne Schlüssel durch von außen verstellbare Zuhaltungen geöffnet wird, z.B. beim Zahlenkombinationsschloss durch nebeneinander angeordnete Skalenringe mit Ziffern oder Buchstaben.


 

Legitimationsausweis (einer Einzelsperrschließung oder Schließanlage)

Urkunde, die vom Hersteller zu einer Schließanlage oder zu einem einzelnen Schließzylinder ausgestellt wird. Der Legitimationsausweis weist seinen Inhaber gegenüber dem Hersteller als Bestellberichtigen aus, was insbesondere für den kontrollierten Bezug von Ersatzschlüsseln von Bedeutung ist (siehe auch Schlüsselsicherheit). Legitimationsausweise sind z.B. Sicherungskarten (im EC-Format), Sicherungsscheine, Berechtigungsscheine, Schließanlagen-Briefe.


 

Links-Tür

Tür mit dem Türband („Türangel“) auf der linken Seite; Rechtstür. Bei der Links-Tür liegt die Drehachse bei Blickrichtung auf die Öffnungsfläche der Tür links. Links-Türen haben Links-Bänder und Links-Schlösser

Arten:

DIN-links-auswärts: Tür mit dem Türband auf der linken Seite, die sich auswärts bewegen lässt;
DIN-links-einwärts: Tür mit dem Türband auf der linken Seite, die sich einwärts bewegen lässt.

 

Lockpicking / Picking

Diese Aufsperrtechnik mit speziellen Werkzeugen (Picks) zum Öffnen von Schließzylindern funktioniert, ohne einen dafür passenden Schlüssel zu besitzen und ohne den Zylinder zu beschädigen. Beim Lockpicking ist die Beweisführung bei einem Einbruchdiebstahl oft schwierig. Der beste Schutz ist ein Schließzylinder mit hoher Aufsperrsicherheit. Durch spezielle Sperrelemente im Schließzylinder kann Angriffsversuchen mit Spezialwerkzeugen entgegengewirkt werden.

Um den ständig ändernden Angriffsmethoden entgegenzuwirken arbeitet die Marke IKON bereits seit Jahrzehnten an der Verbesserung von Manipulationsschutz und Schlüsselsicherheit. Die neuen IKON-Systeme R10 und SK6 mit ihren innovativen Profilen bieten hohe Aufsperrsicherheit und erweiterten Schutz gegen Lockpicking.

 

MNO

Mehrpunktverriegelung

Schließvorrichtung, die eine Tür an mehreren Stellen (Punkten) mit Hilfe von Riegeln, Stangen oder Bolzen sichert.


 

Nachschließsicherheit

Grad der Erschwerung, einen Schließzylinder mit einem anderen als dem zugehörigen Schlüssel zu betätigen. Nachschließsicherheit ist der Schutz, den z.B. ein Schließzylinder gegen unbefugtes Öffnen mit ähnlichen Schlüsseln bietet. Die Nachschließsicherheit kann erhöht werden durch eine besondere Formgebung des Schlüsselprofils sowie durch entsprechende Schlüsselprofilkontrollen, z.B. mittels seitlicher Kontrollstifte, Kugeln oder Kippelementen, wobei diese Maßnahmen auch die Aufsperrsicherheit nachhaltig verbessern können. Die Nachschließsicherheit wird ferner wesentlich erhöht durch alle Maßnahmen zur Verschleißminimierung im Schließzylinder und am Schlüssel.


 

Nachschlüssel

Zufällig passender oder unrechtmäßig angefertigter Schlüssel.


 

Not- und Gefahreinrichtung

Jeder schließberechtigte Gebrauchsschlüssel innterhalb einer Schließanlage kann die mit Gefahreinrichtung ausgestatteten Profil-Doppelzylinder auch dann betätigen, wenn auf der Gegenseite ein Schlüssel in gedrehter Position steckt.

 

PQR

Panikschloss (für einflügelige Paniktür)

Schloss mit Panikbeschlag; hat meist zwei Drückernüsse. Die untere Drückernuss nennt man Zwingnuss, weil damit Falle und Riegel ohne Schließbewegung zurückgezogen werden. Der mit dieser Drückernuss verbundene Türgriff (Klinke) auf der Innenseite der Tür wirkt als Panikgriff. Die obere Drückernuss dient nur zur Betätigung der Falle von außen. Für die Öffnung von außen unterscheidet man: Schließzwangfunktion: Der Türgriff wird von außen durch Aufschließen von Leerlauf auf Betätigung umgeschaltet. Umschaltfunktion: Der Türgriff wird von außen oder innen von Leerlauf auf Betätigung umgeschaltet. Wechselfunktion: Die Tür kann von außen nur mit Schlüssel geöffnet werden; siehe auch Dreifallenschloss.

Parazentrisches Schlüsselprofil

Schlüsselprofil für Schließzylinder, bei dem beide Profillinien (rechte und linke Profillinie) die Profil-Mittelachse berühren oder überlappen. Da die Kontur (Form) des Schlüsselkanals im Schließzylinder der des Schlüsselprofils entspricht, wird durch eine parazentrische Formgebung des Schlüsselprofils und des Schlüsselkanals das unbefugte Öffnen von Schließzylinder mit Sperrwerkzeugen wesentlich erschwert bzw. unmöglich gemacht; Grund: Ein parazentrischer Schlüsselkanal be- bzw. verhindert das Einführen und Arbeiten mit Sperrwerkzeugen im Schlüsselkanal.

Profil-Doppelzylinder

Schließzylinder nach DIN 18 252 bzw. 18 254; Bauteil, das dazu bestimmt ist, austauschbar in dafür vorgerichtete Schlösser nach DIN 18 250 Teil 1 oder DIN 18 251 eingesetzt zu werden. Die Befestigung des Profil-Doppelzylinders im Einsteckschloss erfolgt mit einer Schraube M 5 durch die Stulpschraubenbohrung. Die Bauteile des Profil-Doppelzylinders befinden sich im Schließzylindergehäuse. Durch vollständiges Einstecken des Schlüssels in den Schlüsselkanal wird die Kupplung des Doppelzylinders betätigt, wodurch der Schließzylinderkern zur Drehung freigegeben wird. Der Schließbart hat die Aufgabe, bei Drehung des Schlüssels den Riegel (Schlossriegel) und ggf. auch die Falle (Schlossfalle, bei einem Schloss mit Wechsel) zu bewegen.

PZ-Schloss

Kurzbezeichnung für Zylinderschloss vorgerichtet für Profilzylinder; siehe auch Einsteckschloss.

Rechts-Tür

Tür mit dem Türband („Türangel“) auf der rechten Seite; siehe auch Links-Tür. Bei der Rechts-Tür liegt die Drehachse bei Blickrichtung auf die Öffnungsfläche der Tür rechts. Rechts-Türen haben Rechts-Bänder und Rechts-Schlösser. Arten:

DIN-rechts-auswärts: Tür mit dem Türband auf der rechten Seite, die sich auswärts bewegen lässt;
DIN-rechts-einwärts: Tür mit dem Türband auf der rechten Seite, die sich einwärts bewegen lässt;
DIN-rechts-einwärts: Tür mit dem Türband auf der rechten Seite, die sich einwärts bewegen lässt.

 

Riegel

Mechanische Vorrichtung eines Schlosses zum gesicherten Versperren (Verschließen) einer Tür. Riegel schraubt man meist an die Innenseite des Türblatts. Riegel greifen in einen Schließkasten oder in ein Schließblech an der Türzarge, an einer Mauer, im Sturz oder am Boden ein (bestmögliche Verankerung bzw. Befestigung). Der Riegel wird in seinen Grenzlagen durch Zuhaltungen festgehalten oder fällt als einseitig abgeschrägte Falle durch Zuschlagen der Tür von selbst ein. Der Riegel darf mit seiner Vorderkante in Zurückgeschlossenem Zustand nicht mehr als 1 mm über die Stulpoberfläche vorstehen; siehe auch Schwenkriegel. Riegelschlösser gab es bereits im 4.Jahrhundert v.Chr.

Rundzylinder

Schließzylinder in runder Bauform (in Stirnansicht). Rundzylinder werden vorwiegend als einseitig schließende Schließzylinder (Halbzylinder) für den industriellen Einsatz verwendet, z.B. bei Warenautomaten.

STU

Schlüssel

Werkzeug zum Schließen eines Schlosses

Arten (Beispiele):

Schlüssel mit Bart (z.B. Buntbartschlüssel)
Schlüssel mit Doppelbart (Doppelbartschlüssel),
Flachschlüssel
Kreuzbartschlüssel
Wendeschlüssel
Steckschlüssel (Drei- oder Vierkantschlüssel)
Magnetschlüssel
elektronische Schlüssel


 

Schlüsselprofil

Querschnittform des Schlüssels. Das Schlüsselprofil passt zu dem entsprechenden Schlüsselkanal im Schließzylinderkern. In Schließanlagen können auch unterschiedliche Schlüsselprofile in den Schlüsselkanal eines Schließzylinders eingeführt werden, ebenso ein Schlüsselprofil in die unterschiedlichen Schlüsselkanäle verschiedener Schließzylinder. Man spricht in diesem Fall von Profilsätzen (Profilserien); siehe auch parazentrisches Schlüsselprofil.


 

Schlüsselsicherheit

Grad der Erschwerung gegen die unbefugte Beschaffung von Schlüsselkopien zum Zwecke des Missbrauchs durch gewerbliche Herstellung oder unberechtigte Einzelanfertigung. Die Schlüsselsicherheit wird bestimmt durch die Art des Schlüssels (technischer Kopierschutz) und die Bezugsmöglichkeit von Rohschlüsseln (freie Schlüsselprofile bzw. patentierte = geschützte Schlüsselprofile).


 

Sperrbügel (bei Kastenschlössern)

Funktion:

1.Bei eintourig vorgeschlossenem Riegel des Kastenschlosses kann die Tür einen Spalt breit geöffnet werden, bis der Sperrbügel einrastet. Der Sperrbügel kann von außen nicht ausgehängt werden, so dass auch bei spaltbreit geöffneter Tür Sicherheit vor unerwünschtem Zutritt gegeben ist.
2.Vor dem vollständigen Öffnen der spaltbreit geöffneten Tür ist diese nochmals zu schließen und der Riegel ganz zurück zu schließen.
3.Bei zweitourigem Riegelausschluss des Kastenschlosses ist die Tür verschlossen; siehe auch Türkette

Vorteil: Verhindert unerwünschtes Eindringen auch bei spaltbreiter Öffnung der Tür; siehe auch Kastenschloss.


 

Türband

Mit Feder: einstellbares, einseitig wirkendes, mechanisches Schließmittel, um eine Tür zu tragen und durch eine vorgespannte zylindrische Schraubenfeder ohne Bremsung zu schließen.

Pendeltürband mit Feder: einstellbares, doppelt wirkendes mechanisches Schließmittel zum Tragen und Schließen einer Tür durch eine vorgespannte zylindrische Schraubenfeder ohne Bremsung.


 

Türblatt

Das Türblatt, oder Türflügel genannt, bezeichnet den beweglichen Teil einer Tür, während die sogenannte Türzarge den dreiseitigen Rahmen um die Tür, bestehend aus Sturz in der Mitte und Stehern rechts und links, beschreibt.  Türblatt und Türzarge sind durch die Türbänder beweglich verbunden. Türblätter sind in verschiedenen Ausführungen im Fachhandel erhältlich.

 

Türrosette

Abdeckplatte in kleinerer Ausführung (als das Türschild). Die Türrosette ist meist kreisförmig. Man unterscheidet Tür-Drücker-Rosette und Schlüssel-Rosette. Hinsichtlich ihrer Lochung unterteilen sich die Schlüssel(loch)rosetten in solche mit Buntbartlochnung und solche mit Profilzylinder-Lochnung (PL-Lochnung). Letztere werden auch als Sicherheitsrosetten (Verschraubung von innen mit hochzugfesten Schrauben), mit oder ohne Zylinderabdeckung (ZA), in runder (i.d.R. für Holztüren), und ovaler (für Rohrrahmentüren) Bauform hergestellt; siehe auch Türschild.


 

VWXYZ

Wechsel

Zweiseitiger, im Schlossinnern angebrachter Hebel an Fallen-Riegel-Schlössern. Der Wechsel ermöglicht das Zurückziehen der Falle (Schlossfalle) mit Hilfe des Schlüssels. Der längere Hebelarm des Wechsels greift in eine der Aussparungen des Fallen-Schaftes. Der kürzere Hebelarm des Wechsels wird durch die Schlüsseldrehung bewegt. Wechselarten: einfacher Wechsel, Druckwechsel, gesicherter Wechsel, Wechselsicherung.

Wendeschlüssel

Schlüssel, dessen Heft (Schaft) beidseitig spiegelbildlich angeordnete Muldenbohrungen aufweist und deshalb – unabhängig davon, welche Bohrungsseite des Schlüssels zum Benutzer zeigt – in den Schlüsselkanal des zugehörigen Schließzylinders eingeführt werden kann.

Widerstandsklassen

Bei Schutzbeschlägen (nach DIN 18 257); Größe, die die entsprechende Schutzwirkung kennzeichnet und z.B. Angaben enthält über die einseitige und mittige Zugbelastung, die Steifigkeit und den Bohrschutz des Außenschildes und die Widerstandsfähigkeit gegen Abschlagen;

  • ES 1: Widerstandklasse 1, mittige Zugbelastung 25 kN;
  • ES 2: Widerstandklasse 2, mittige Zugbelastung 40 kN;
  • ES 3: Widerstandklasse 3, mittige Zugbelastung 60 kN;


Von Verglasungen (nach DIN 52 290 Teil 1): Klassifizierung der Widerstandsfähigkeit einer Verglasung gegen eine gewaltsame Einwirkung.

Bei Angriffhemmender Verglasung (nach DIN 52 290):

  1. Widerstandsklassen gegen Durchschuss: C 1 – SF (splitterfrei) bis C 5 – SF sowie C 1 – SA (Splitterabgang) bis C 5 – SA;
  2. Widerstandsklassen gegen Durchbruch: B 1 bis B3;
  3. Widerstandsklasse gegen Durchwurf: A 1 bis A3
  4. Widerstandsklasse gegen Sprengwirkung: D 1 bis D 3
Zylinderarten

Schließzylinder; Profilzylinder; Rundzylinder; Ovalzylinder; Halbzylinder; Doppelzylinder; Knaufzylinder.